Porträt Jürgen Hans Grümmer
Jürgen Hans Grümmer 2008
Brunnen vor der Kölner Oper, Offenbachplatz - Postkartenmotiv aus den frühen 1970er Jahren
Brunnen vor der Kölner Oper, Offenbachplatz - Postkartenmotive aus den frühen 1970er Jahren, mit freundlicher Genehmigung des Schöning-Verlags

Jürgen Hans Grümmer

Jürgen Hans Grümmer - auch: Hansjürgen - (1935 bis 2008) galt in den späten 50er Jahre zunächst als „Geheimtipp“ der Kölner Kunstszene, machte sich dann Anfang der 1960er Jahre insbesondere mit seinen Arbeiten im öffentlichen Raum einen Namen und war dann bis in die 1980er Jahre vor allem als Bildhauer - oder wie er sich selbst bezeichnete - als „Freiraumgestalter“ im In- und Ausland sehr erfolgreich.

In seiner Heimatstadt sind sein Brunnen vor der Oper (Offenbachplatz) und das Wandmosaik „Europa auf dem Stier“ im Kölner Rathaus wohlbekannt. Bundesweit, aber auch im Ausland sind bis heute zahlreiche Brunnenanlagen und künstlerische Gestaltungen im öffentlichen Raum ebenso wie im Bereich Kunst am Bau präsent.

Darüber hinaus hat Grümmer als Maler ein umfangreiches Werk geschaffen, das von thematischer Vielseitigkeit, künstlerischer Intelligenz und nicht zuletzt von einem hohen Niveau in der handwerklich-technischen Umsetzung des Künstlers mit verschiedensten Materialien zeugt.

Nach seinem Tod begann eine umfassendere Katalogisierung seines künstlerischen Nachlasses, begleitet von einer ersten posthumen Werkausstellung im Jahr 2010. Zeitgleich erschien eine Monografie mit ausgewählten Arbeiten aus mehr als fünf Jahrzehnten. Im Jahr 2011 folgten weitere Ausstellungsprojekte an verschiedenen Kölner Orten, ian denen unter anderem der Opernbrunnen in den Mittelpunkt des Interesses rückte. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt lag auf einigen Spätwerken des Malers, die in St. Severin (zur Zeit wg. Kirchenrestaurierung in St. Maternus) und der Kartäuserkirche (Kapitelssaal) dauerhaft präsentiert werden.

Aktuell rücken in jüngster Zeit aufgrund des sich aktuell verstärkenden gesellschaftlichen Interesses an Gestaltung und Umgang mit urbanen Plätzen als öffentliche Lebens- und Begegnungsräume auch die Grümmerschen Freiraumgestaltungen der 1960er und 1970er Jahren wieder in den Blickpunkt.
Während einige seiner Gestaltungen unterdessen unter Denkmalschutz gestellt (Offenbachplatz mit Opernbrunnen, Köln) und werden restauriert, wird andernorts noch über Erhalt und Weiterentwicklung der künstlerischen Gestaltungen Grümmers und der damit verbundenen gesellschaftlichen Visionen diskutiert: Während Grümmer den öffentlichem Raum als urbanen, künstlerisch zu gestalteten Lebens- und Begegnungsraum begriff, stehen gegenwärtig insbesondere funktionelle und kommerziellen Kritierien und Interessen im Fokus - was u.a. zu erheblichen urheberrechtlichen Bedenken führt. (siehe: Kölner Universitätsgelände)

Für den September 2016 ist ein Ausstellungsprojekt an mehreren Orten in Planung.

Die Vita mit der Liste von Grümmers wichtigsten Arbeiten im öffentlichen Raum finden Sie (auch zum Herunterladen) hier

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Ausstellung "Bild und Wort im Werk Grümmer" in der Kartäuserkirche Köln. Die Vernissage findet am 11. September 2016 um 18 Uhr statt: Die Ausstellung ist an drei Orten der Kartause zu sehen: im Kirchenraum, in den Seitenkapellen sowie im Kapitelsaal.  Die Kartäuserkirche in der Kölner Südstadt bildet die Folie für Grümmers Beschäftigung mit dem alltäglichen Geschehen in der Nähe seines Wohnhauses und seinem oft literarischen Arbeiten mit Buchstaben. Mehr

Ausstellung "Tageskalender" in der IHK, Köln. Die Vernissage findet am 16. September um 17 Uhr statt: Die Industrie- und Handelskammer in Köln zeigt eine konzeptuelle Facette in Grümmers Schaffen: hier bilden seine über viele Jahre beibehaltenen tagebuchartigen Aufzeichnungen auf Zigarillo-Packungen den Ausgangspunkt. Mehr

Der dritte Ausstellungsort: St. Maternus in der Kölner Südstadt. Zusätzlich zu dem dort befindlichen Diptychon "Karfreitag auf der Severinstraße" wird St. Maternus im September 2016 eine weitere Station des diesjährigen Ausstellungsprojekt und ausgehend von der speziellen räumlichen Situation dieser Kirche sind dort Arbeiten zu sehen, die Grümmers Verhältnis zu Orten beleuchten. 

Seit dem 25. Juli sprudelt er wieder: der Kölner Opernbrunnen

Ein Teilbereich des von Grümmer in den 1960er Jahren gestalteten Kölner Offenbachplatzes ist nun der Öffentlichkeit freigegeben worden. Zeitgleich wurde sein Opernbrunnen probehalber wieder in Betrieb genommen. Nun muss die Feinjustierung von Fontainenhöhe etc. erfolgen. Die Aufnahme des Probebetriebes wurde von den zahlreichen MedienvertreterInnen begleitet. Hier ihre Berichte.

Aktuell: Vereinbarung zum künstlerischen Urheberschutz auf dem Kölner Universitätsgelände

Zum Urheberrechtsstreit zwischen den Grümmer-Erben und der Kölner Universität wurde eine Eingung vereinbart. Mehr

Teilabriss contra Urheberschutz

Zwischen Denkmalschutz und Zerstörung: Zum Umgang mit der "integralen Gestaltungsplanung" eines Gesamtkunstwerkes auf dem Gelände der Kölner Universität. Mehr

Juni 2015: Neu aufgestellt im Auswärtigen Amt in Bonn

Nach vier Jahrzehnten sind Balsaltskulpturen, die Grümmer in den 1970er Jahren für die Außenterrasse des Londoner Goethe-Instituts geschaffen hatte, ins Rheinland zurückgekehrt. Auf dem öffentlich einsehbaren Außengelände des Bonner Auswärtigen Amtes haben sie einen neuen repräsentablen Standort gefunden. Mehr

Seit Dezember 2014 in St. Maternus

Das Diptychon „Karfreitag in der Severinstraße“ (1990), ein Schlüsselwerk des Kölner Künstlers Jürgen Hans Grümmer ist aufgrund der renovierungsbedingten Schließung von St.Severin in die Kölner Maternuskirche umgezogen. Mehr

Zum Nachhören im Deutschlandfunk: Mein Vater, der Maler

Whlg vom 31.10.2014: "Ein Familienleben im Lichte der Kunst." Ein Feature von Judith Grümmer (Erstausstrahlung 2012) Mehr

und hier geht es zum Nachhören, Runterladen, Nachlesen

Das Buch

Die erste Monografie zu Jürgen Hans Grümmer ist im Oktober 2010 erschienen und ist in gut sortierten Buchhandlungen und über den Verlag Die Neue Sachlichkeit erhältlich.