Grümmers "Karfeitag in der Severinstrasse" nun im Besitz von St. Severin (Köln)

Karfreitag auf der Severinstrasse (Diptychon. Acryl auf Leinwand, 170 x 110 cm, 1990), Fotografin: Silvia Bins

Seit Februar 2014 befindet sich das Diptychon „Karfreitag in der Severinstraße“ (1990), ein Schlüsselwerk des Kölner Künstlers Jürgen Hans Grümmer, im Besitz der Kölner Kirchengemeinde St. Severin.

Mit der vorübergehenden Schließung der Romanischen Kirche im September 2014 aufgrund von Renovierungsarbeiten sind zwei der sichtbaren und mobilen Kunstgegenstände aus St. Severin, nämlich das Bild "Karfreitag in der Severinstraße" und die Pieta werden mit nach St. Maternus umgezogen.

Zu dem Diptychon schrieb Johannes Quirl, Pfarrer von St. Severin: “ Das Wort ›Kar‹ stammt vom ahd. ›Kara‹ und bedeutet soviel wie Sorge, Kummer. Den Kummer und die Sorgen, welche der verheerende 2. Weltkrieg mit sich brachte, hat Grümmer als Kind nicht nur (z.T. in der Eifel) selbst erlebt, sondern ihn wie in dem uns vorliegenden Werk sowohl biblisch rückgebunden als auch in unser ›Veedel‹ hinein aktualisiert.“ Grümmer lebte viele Jahrzehnte im Kölner Severinsviertel zwischen St. Severin und Kartäuserkirche, wo sich ein weiteres wichtiges Spätwerk des Malers „Die Heilige Familie“ (Triptychon, 1988 bis 1990) befindet. (Mehr dazu auf der Website von Sankt Severin)

Das Diptychon hat eine tiefgründige Bild- und Symbolsprache, mit der Grümmer kenntnisreich und wortgewaltig zahlreiche historische und zeitgenössische Themen in einen biblischen Kontext stellt. Dabei lädt der Maler den Betrachter immer wieder aufs Neue ein, sich selbst auf Entdeckungsreise - wie in den so genannten Wimmelbildern - zu begeben.

Grümmer selbst sah sich als Zeitgenosse im 20. Jahrhundert, der sich in seiner Kunst mit jenen Untergängen und Neuanfängen auseinandersetzte, denen die Menschen im christlich geprägten Abendland wie im jüdisch und muslimisch geprägten Morgenland in ihrer zweitausendjährigen Geschichte nach Christi Geburt immer ausgesetzt waren.

"Die Heilige Familie" in der Kölner Kartäuserkirche

Die Heilige Familie (1990), Fotografin: Silke Mayer

Seit 2011 befindet sich im Altarbereich das Triptychon "Die Heilige Familie" des Kölner Malers Jürgen Hans Grümmer aus den Jahren 1988 bis 1990.

Diese Leinwandarbeit lädt den Betrachter immer zu einer Entdeckungsreise in die Menschheitsgeschichte ein, von der Entstehung der Welt bis in die Gegenwart des 20. Jahrhunderts und den Lebensalltag des Kölner Severinsviertel.

In seiner Bild- und Symbolsprache tiefgründig, kenntnisreich und mitunter fast rätselhaft verschlüsselt, stellt der Maler zahlreiche historische und zeitgeschichtliche Szenen in einen biblischen Kontext.

Grümmer lebte viele Jahrzehnte in der Kölner Südstadt und nutzte in den 1990er Jahren den Kapitelsaal der Kartäuserkirche als Atelierraum. Hier entstand auch "Die Heilige Familie", mit Vater, Mutter, Kind, so wie Grümmer sie in seinem "Veedel" erlebte. "Die Heilige Familie" ebenso wie das Diptychon „Karfreitag in der Severinstraße“ , ebenfalls aus dem Jahr 1990 und in der nahegelegenen St. Severin (Köln) zu sehen, gehören zu den wichtigsten Spätwerken des Malers Grümmer

DEUTSCHLANDFUNK

1.Juni 2012, 50minütiges Feature
Mein Vater, der Maler
Ein Familienleben im Lichte der Kunst.
Feature von Judith Grümmer
Regie: Ulrike Bajohr

mehr dazu

2012 in der Kölner Oper

Die Spendenaktion zur Sanierung des Kölner Opernbrunnens, die vor fast genau einem Jahr in der Oper begann, hat sich unterdessen zu einer süßen Erfolgsgeschichte entwickelt, die die Kölner Oper auch dieses Jahr wieder unterstützen möchte:

Die Premiere von „Rigoletto“ am 15. März war der Auftakt zur diesjährigen Schokoladen-Spenden-Aktion für die fachgerechte Restaurierung des Mosaikbrunnens vor der Kölner Oper.

Ab dem16. März 2012 wurden vier Aktions-Schokoladen (Brunnen-Schokolade, Rigoletto-Schokolade und Meistersinger-Schokolade) am Kassenservice der Kölner Oper und an den Opernabenden von der Gastronomie VINTAGE angeboten, damit Kölner Bürger und Opernbesucher mitnaschen konnten.

Den Pressetext der Kölner Oper finden Sie hier.

Informationen rund um die Veranstaltungen von 2010 und 2011 finden Sie im Rückblick.

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7. September bis 5. Oktober 2017

HANDFESTE BEGEHRLICHKEITEN UND EROTISCHE SPIELEREIEN. Malerei, Grafik, Plastiken im KulturRaum[Altstadt] und Weitere Informationen

Rückblick 2016: Ausstellungen

WORT UND BILD im Werk von Jürgen Hans Grümmer, in der Kölner Kartäuserkirche. Mehr

Zweiter Standort war das Treppenhaus der Kölner Industrie- und Handelskammer: mit TAGESKALENDERn. Mehr

St. Maternus: DIE FRAGE NACH DEM ORT. Großformatige Papierarbeiten beigehängt zu dem zur Zeit dort befindlichen Werk "Karfreitag auf der Severinstrasse". Mehr

EIN WANDERBUCH (erschienen September 2016) zu Arbeiten von Grümmer im öffentlichen Raum ist noch erhältlich. Hrsg. von Dr. Johannes Stahl, mit Texten von Wolfgang Betz,  Markus Greitemann, Judith Grümmer, Dr. Johannes Stahl und Erich Witschke.

Die erste Monografie zu Jürgen Hans Grümmer, erschienen im Oktober 2010, ist in Restbestände erhältlich.

Seit dem 25. Juli sprudelt er wieder: der Kölner Opernbrunnen

Ein Teilbereich des von Grümmer in den 1960er Jahren gestalteten Kölner Offenbachplatzes ist nun der Öffentlichkeit freigegeben worden. Zeitgleich wurde sein Opernbrunnen probehalber wieder in Betrieb genommen. Nun muss die Feinjustierung von Fontainenhöhe etc. erfolgen. Die Aufnahme des Probebetriebes wurde von den zahlreichen MedienvertreterInnen begleitet. Hier ihre Berichte.

Aktuell: Vereinbarung zum künstlerischen Urheberschutz auf dem Kölner Universitätsgelände

Zum Urheberrechtsstreit zwischen den Grümmer-Erben und der Kölner Universität wurde eine Eingung vereinbart. Mehr

Juni 2015: Neu aufgestellt im Auswärtigen Amt in Bonn

Nach vier Jahrzehnten sind Basaltskulpturen, die Grümmer in den 1970er Jahren für die Außenterrasse des Londoner Goethe-Instituts geschaffen hatte, ins Rheinland zurückgekehrt. Auf dem öffentlich einsehbaren Außengelände des Bonner Auswärtigen Amtes haben sie einen neuen repräsentablen Standort gefunden. Mehr

Seit Dezember 2014 in St. Maternus

Das Diptychon „Karfreitag in der Severinstraße“ (1990), ein Schlüsselwerk des Kölner Künstlers Jürgen Hans Grümmer ist aufgrund der renovierungsbedingten Schließung von St.Severin in die Kölner Maternuskirche umgezogen. Mehr